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Till Death Do Us Join

Projektart

Kurzfilm

Datum

2023

Rolle

Produzent

Der Tod auf dem Weg zur Selbstakzeptanz Erbarmungslos und emotionslos – der Tod macht vor niemandem Halt, auch nicht vor einem kleinen Kind mit großen Zukunftsplänen. Doch wie immer ist nichts, wie es scheint. Auf dem Friedhof hadert Thanea mit ihrem Schicksal: Zwar weiß niemand außer ihr selbst, dass sie der Tod ist, doch wer nimmt schon gerne jemandem den geliebten Menschen? In diesem Fall Finn, dessen Namenszettel sich in ihrer Hand in Luft auflöst. Als sie Vivien kennenlernt, die eine Trauer‐Selbsthilfegruppe leitet, blockt sie zunächst skeptisch ab. Sie braucht keine Hilfe. Letztendlich entschließt sie sich dann aber doch dazu, zu einem der Treffen zu kommen, da ihr Vivien nicht mehr aus dem Kopf geht. Dort bestätigt sich allerdings nur ihr negatives Selbstbild. Denn Lars, einer der Teilnehmer, beschuldigt den Tod anklagend: Es ist nicht fair, dass seine Frau im Koma liegt. Als Thanea ihn verzweifelt am Krankenhausbett von ihrem nächsten „Opfer“ sitzen sieht, zerreißt sie den Namenszettel seiner Frau, der jedoch gleich darauf wiedererscheint. Die Zettel häufen sich nach ihrer Entscheidung, niemanden mehr in den Tod zu führen. Thaneas Verzweiflung darüber wird von Vivien und der Selbsthilfegruppe aufgefangen, da dort bei einem weiteren Treffen die Ansichten zum Tod neutral, wenn nicht sogar positiv, sind. Für manche Menschen ist es schließlich auch eine Gnade endlich sterben zu dürfen. Die friedliche Stimmung wird jedoch von Lars zerstört, der sturzbetrunken Vivien beschuldigt, dass sie in ihrer Gruppe den Tod glorifiziere. Thanea verteidigt Vivien und als Lars zusammenbricht, da er nicht über Leben und Tod seiner Frau entscheiden will, wird ihr bewusst, dass sie eine gewisse Verantwortung ihm gegenüber hat. Deshalb stellt sie sich ihrer ungeliebten Aufgabe und nimmt im Krankenhaus die Hand von Lars Frau, die dadurch aufwacht. Zur selben Zeit befindet sich auch Vivien wegen eines Termins im Krankenhaus und sieht Ärzte in das Zimmer reinstürmen, das Thanea zuvor betreten hat. Sie folgt ihnen und findet aber lediglich Lars Frau mit einem verrücktspielenden Herzmonitor vor. Nur eine Jacke verrät Vivien, dass sie sich Thanea nicht eingebildet hat. Diese spaziert gerade mit dem Geist von Lars Frau durch das Friedhofstor. Das Gefühl richtig gehandelt zu haben, als seine Frau sich bei ihr bedankt, bevor sie sich in Luft auflöst, ist jedoch nur von kurzer Dauer. Denn ein neuer Zettel erscheint. Der Name darauf? Vivien. Pflichtbewusst arbeitet Thanea all ihre Zettel weiter ab, nur diesen einen nicht. Doch als sie Lars begegnet, der zwar um seine Frau trauert, aber sein Leben wieder in den Griff bekommen hat, erkennt sie, dass die Zettel nicht umsonst existieren. Und als Tod sollte man auch niemanden bevorzugen oder benachteiligen. Als Thanea Vivien schüchtern ihre Hand hinhält und eine Abkürzung zu ihrem Termin im Krankenhaus vorschlägt, wissen beide, was diese romantische Geste in Wirklichkeit bedeutet. Und dennoch nimmt Vivien ihre Hand, woraufhin all ihre Sorgen und Ängste von ihr abfallen. Beide haben akzeptiert, dass der Tod zum Leben dazugehört.

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